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8. Mai 2008 | Gabriel
Nachlese…
Ja, hier fehlt noch der Rückblick auf Frohlocker Nummer 7 im Kramladen. Hat ein bißchen gedauert, bis das alles wieder verdaut war, aber der Reihe nach…
Erstmal gings überraschend langsam los. Nachdem wir beim mal davor ja quasi direkt von Null auf Hundert loslegen konnten und schon um halb elf der Laden gut gefüllt war, habt ihr uns diesmal ziemlich warten lassen. Aber ab Mitternacht war ja wieder das kuschelige Sardinendosenfeeling mit Einlassstop hergestellt und dafür ging’s dann eben wieder bis fünf. So ist’s fein! :)
Ein riesen Dankeschön natürlich wieder an die vielen Helfer, die, obwohl’s diesmal wohl zwischenzeitlich ziemlich chaotisch und stressig war (wir bekommen das hinterm Pult quasi gar nicht mit, sorry), wieder einen super Job gemacht haben.
Wir hatten diesmal extrem viele neue Tracks dabei und es ist wirklich eine Freude ein so dankbares Publikum damit zu versorgen. Und ich war echt gerührt, dass sich diesmal so viele explizit für die Musik bedankt haben! Eigentlich spricht die Tanzfläche ja schon Bände, trotzdem tut’s gut zwischen den teils obskuren Musikwünschen auch so ein Feedback zu bekommen. Also Freude und glückliche Gesichter aller Orten…
Naja. Bis zum Freitag. Dann durften wir feststellen, dass jemand in seinem juvenilen Leichtsinn nicht nur diverse Flächen auf dem Unigelände, sondern auch Tische und Klowände im Kramladen mit grünen Graffiti besprüht hat. Es ist ja nicht so, dass wir keinen Bezug zu urbaner Subkultur hätten, sondern per se mit allen Elementen des Hiphop sympathisieren. Allerdings sollte, wer in der Lage ist ein ABC zu sprühen, doch auch in der Lage sein zu begreifen, dass in diesem Falle das Ausleben dieser egomanischen Kulturleistung den Kramladen als Veranstaltungsort für alternative Club-Events wie unseres (ganz zu schweigen von den lieben Kollegen des Beatclubs mit ihrer jahrelangen Tradition) gefährdet. Denn der AStA ist auf solche Aktionen überhaupt nicht gut zu sprechen und die Frustration die sich aufgrund solcher Erfahrungen dort aufstaut könnte dazu führen, dass der Kramladen nicht mehr in dieser Form weitergeführt wird. Und wo bitte sollten wir in Kaiserslautern dann eine Heimstatt finden?
Nur dank der super unkomplizierten Unterstützung durch die ZBT (die versorgten uns nämlich mit üblem Graffex-Sprühzeug, weißer Farbe und Malerwerkzeug) konnten wir den Schaden diesmal relativ schnell beseitigen und damit hoffentlich zur Beruhigung der Gemüter beitragen. Dem Vollpfosten mit der Dose wünsche ich trotzdem eine Portion Hirn und hoffe sehr, dass uns derlei Ärger in Zukunft wieder erspart bleibt. Das man vor so etwas aber nie gefeit ist, zeigt auch der bedauerliche Fall des Laptop-Diebstahls in Erfurt (via thelastbeat und De:Bug). Das Folgende kann ich deshalb nur unterstreichen:
On Saturday night, my laptop bag was stolen from Centrum Club in Erfurt. We as djs and artists dedicate our entire energy and spirit to what we do. We work very hard to present music in our own special way. There is no better feeling than knowing that you and the people on the dancefloor are completely connected and knowing that we can share that feeling of excitement from hearing a new special track. In the end, we are not there to play for ourselves but for the people who support us and our music. I am deeply sad and disappointed to know that something like this could happen, especially in the dj booth, the one place where things should be safe. I feel like I have been stripped of the one thing that is closest to my heart. We are all in this together and we must respect each other, otherwise there is no point.
Aber zurück zur Party: schöne Bilder gibt’s wieder bei Leobard. Und weil Plakate und Stempel so gut ankamen noch der Hinweis, dass es bei uns ab sofort schöne Frohlocker-Aufkleber gibt. Einfach mal lieb nachfragen… und bis dahin den 04. Juli im Kalender markieren.

