31. Dezember 2008 | Wanja
Frohlocker X mit Dusty am 30.01.09
Junge, Junge, da kommt was zuammen. Die Frohlocker feiern also tatsächlich ein kleines Jubiläum, nämlich die zehnte Party, gleich zu Beginn des neuen, wie wir hoffen schönen, spannenden, gesunden, arbeitsamen und hoffentlich auch musikalischen Jahres. Und als ob das nicht schon die Schokostreusel wären, verlässt Dusty für einen heissen Frohlockernachtsabend die münchner Schickeria, um uns mit einem seiner vielseitigen DJ-Sets zu beglücken. Dieses verübt er sonst an seiner eigenen Partyreihe “Jazz&Milk Breaks” im münchner “Zerwirk”, zu der er hochkarätige und vortrefflich ausgepickte DJs from all over tha world, wie z.B. Nickodemus, Zero dB, Spiriutal South oder Diesler, einlädt.
Neber dem Auflegen betreibt Dusty das gleichnamige erfolgreiche Label “Jazz&Milk Recordings”, welches viele gute Künstler, wie Free The Robots, Mr Chop, Rube oder Romanowski präsentierte, aber auch unveröffentlichte Tracks von Vono Box, Pharoah Roche oder Energie Du Verre unter das Volk brachte. Nebenbei beglückt er seine Hörer und Plattenkäufer mit eigensinnigen und ausgefallenen Artworks, sehr dominant hier immer die hauseigene Milchpackung, die
auch schonmal als Faltbogen zum Selbstausmalen aus der freudig erworbenen Plattenhülle rutscht. Very cute!
Nun ist Dusty aber auch selbst Musiker, Remixer und Produzent. Unvergesslich natürlich hier der klangvolle und instrumentenreiche Remix auf unserer eigenen letzten Scheibe “Circus”. Nun kündigte er jüngst mit seiner neuen “Keep It Raw EP” mitsamt der dazugehörigen, wirklich toll gemixten Remixscheibe, sein kommendes, gleichnamiges Debütalbum an. Ich habe es noch nicht vorhören können, was sich hoffentlich an jenem Wochenende im Januar ändern wird, aber man darf sich getrost darauf freuen, das dürfte ein shure Shot sein.
So, nach diesem pressetextartigen Post, der jedoch eher meine eigene Begeisterung bzw. Bewunderung widerspiegelt nochmals hier hochoffiziell:
Allen einen guten Rutsch!
1 comment »
3. Dezember 2008 | Wanja
Frohlocker die 9.; Kutt!
Nach einer gefühlten unendlichen Abszinenz und diverser Gastspiele konnten wir endlich wieder eine weitere, heimeigene Party mit dem Prädikat Frohlocker starten. Zur Qualitätssicherung haben wir Deli Kutt aus Wuppertal bestellt, der zur Optimierung diverse Rädchen und Hüften drehte.
Der aufmerksame Leser wird wissen, dass es um keinen geringeren als Kolja von Backslide Records/Freesoul 45 geht, der als Groupie-Rowdy-Support David mitbrachte, womit dann eigentlich auch Mash&Munkee komplett anwesend waren.
Als diese im GaloppCave eintrafen war nur noch wenig Zeit. Freundlicher Weise hatte K. die Buttonmaschine mitgebracht; Merchendise für alle! Nach dem Erstprüfer G. feststellen musste, dass bei mehreren Buttons auf einmal stanzen nicht nur die Logik, sonden auch der Hebel bricht, wurde eine improvisierte Schraubenziehermethode zum neusten Stand der Technik erhoben.
Nach einer Pizza, die etwas auf sich warten liess, der späten Erkentniss noch Eis besorgen zu müssen und komplizierte Wechselgeld Automaten, schlug ich mit Kollege J. etwas nach 22Uhr und somit nach offiziellem Begin auf.
Der Kramladen war erst kürzlich saniert (Aufkleber abgerissen…..)worden, die Theke glänzte in neuem Licht, die Anlage gab dann doch erstaunlicher Weise ein besseres Klangbild ab, als Früher (nachdem , der Weingrenze nahe, die Lautstärke der gedrosselten
Endstufe hochgedreht wurde) und die Helferlisten waren neu strukturiert und srtingentriert, frisiert, einfach irgendwie motorisiert.
Das neurotisch, lampenfieberische bangen, ob wohl das Partyvolk heute allesamt Grippe, Unlust oder sonstige Hindernissgründe finden würde, um uns im Regen stehen zu lassen wurde alsbald durch seine Umkehrung widerlegt. Binnen kurzer Zeit platzte das Clübchen aus seiner Verankerung und es ging Steil. So wurde gehottet und geprostet, wie sich dass so gehört und ich erinnere mich nun auch nicht unbedingt daran, schon gespielte Tracks wiederholt anzupreisen, oder dass mein momentanes OhrBohrLied den Abgang des Abends vollzog.
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass wir es immer noch lieben die eigenen Partys zu schmeissen, dass wir Froh sind, um all die netten Belkannten, Freunde, Fremde und noch Kennenzulernende, die diese Freude teilen und unterstützen und natürlich Kolja, der unser erstes Booking darstellt. Er ist uns nicht nur persönlich ans Herz gewachsen, sondern auch weil er es versteht technisch und musikalisch auf wirklich hohem Niveau zu spielen, selbst die Fete zu feiern und natürlich eine fette Plattensammlung schiebt, so jemand kann kein schlechte Mensch sein ….;-)
P.S::Hier gibts noch die Bilder
2 comments »
31. Oktober 2008 | Gabriel
Über der Wupper und bald in KL
Mittlerweile ist’s ja schon wieder ein paar Wochen her, aber es gibt erneut Anlass von unserem Ausflug nach Wuppertal zu berichten. Ziemlich kurzfristig hatte uns Kolja angefragt, ob wir für Dusty einspringen könnten um den dreijährigen Geburtstag der Viertelbar zu bespielen. Wir haben nicht lange gezögert und wurden mit einem tollen Wochenende belohnt. Abgeholt hat uns Holger aka. Schmoove, der kongeniale Partner Koljas im Rahmen ihrer Cosmodance Partys in seinem stilechten Porno-BMW. Die Chemie hat auf anhieb gestimmt und je tiefer wir in die Gässchen des Luisenviertels vorgedrungen sind, umso vielversprechender wurde die Angelegenheit. Die Viertelbar war bereits für ein rauschendes Fest hergerichtet und in unserem kleinen DJ-Corner waren die Claims zügig abgesteckt. Frisch eingekleidet mit Birthday-Shirts harrten wir der Dinge die da kommen sollten…
Tsja, da wurde einfach alles richtig gemacht. Erstmal ein überraschend leckere Buffett, super nette Chefs des Hauses, top Thekenteam, rappelvolle Hütte und sehr angenehmes Publikum (das sich allerdings erst noch an den Gedanken gewöhnen mußte auch zu tanzen), Drinks for free mit konstantem Nachschub an Cuba Libre dank Holger, der sich rührend darum kümmerte; überhaupt Holger als Host, der ein sehr feines Warm-Up gespielt hat und dann in den frühen Morgenstunden die Meute auch überaus schmoove bespielte. Zur Dämmerung dann in Koljas Bude aufgeschlagen und mit ein paar entspannten Sahnestücken aus der imposanten Plattensammlung langsam runtergefahren… Schlicht perfekt.
Die Zusammenführung war am Sonntagmittag dann perfekt, als wir uns aus den Betten pellten und Kolja in seine volle Butze zurückkehrte (der nächtigte in Hannover anlässlich Mr. Confusens Album-Release-Konzert). Zum Abschluss noch Frühstück, schnell ein bißchen Musik vorgespielt und vor allem Pläne geschmiedet. Denn menschlich wie musisch sind die Gemeinsamkeiten und Schnittmengen einfach erstaunlich groß und die Cosmodancer werden hoffentlich noch das ein oder andere Mal gemeinsam mit den Frohlockern aufspielen können. Die erste Gelegenheit bietet sich als bald, da wir euch Kolja alias Deli-Kutt bereits beim nächsten Kramladen-Termin am 28. November präsentieren dürfen. Das verspricht ein schöner Abend zu werden und passt perfekt in unseren Plan zukünftig auch die ein oder andere Gegeneinladung auszusprechen um weiterhin für gute Musik in KL zu sorgen.

0 comments »
21. Oktober 2008 | Gabriel
Auslese irgendwann im Oktober 08
Da wir gerade unseren Wochenrhythmus bei der Auslese nicht ganz einhalten können, gibt’s jetzt einfach mal ein Post mittenrein mit den Sachen, die sich seit der letzten Auslese so angesammelt haben. Vielleicht klappt’s ja nächste Woche wieder zeitiger.
BROKEN BEAT / NU JAZZ
Banda Los Hijos De La Nina Luz - Dejale Corre | Soundway (7″)
Diese nette kleine 7″ ist vor allem mal eine willkommene Gelegenheit auf das wunderbare Label Soundway aufmerksam zu machen, das mit viel Liebe und Fleiß von Brighton aus Perlen afrikanischer und lateinamerikanischer Musik nach Europa importiert und zu repräsentativen Paketen geschnürt auf CD und LP presst und nebenbei auch noch DJ-freundliche 7inches dazwischen streut. Herausragend die Compilation Colombia!. Der Labelchef soll übrigens die eine Hälfte von Los Hermanos Latinos sein…
Dusty - Keep it Raw EP | Jazz&Milk (LP, Digital)
Ensemble Du Verre - Remixed | Batterie (LP, Digital)
Jazz aus deutschen Landen, hier einmal durch den Remixwolf gedreht und mit zwei aus sechs eine hervorragende Trefferquote meiner Geschmacknerven. Zum einen “Sanctuary for Animals” in einem auch von mir schlichtem Gemüt tanzbaren Beatmäntelchen und “Just Another Thursday Morning” bekommt die passende Samstag-Nacht-Drum&Bass-Vorgeschichte.
Forro in the Dark - Forrowest | Nublu (Digital)
Definitiv mein Lieblingstrack für den Oktober. Sowohl im Original als auch im unwiderstehlichen Remix von Quantic. Die Melodie verfolgt einen tagelang, aber das ist kein Grund zum Fürchten. Und diese Flötet so klasse, wie es wohl nur “Indios do Norte” können. Pflichtkauf!
Mo’ Horizons - Ten Years Of… | Agogo (2xCD, Digital)
Zehn Jahre Mo’ Horizons wird mit einer Best-Of-Doppel-CD gefeiert. Auf der ersten Scheibe gibts eine Auswahl (als Radioversion) aus den bisher veröffentlichten Alben und auf Scheibe #2 viele schöne Remixe, die bisher Vinyl vorbehalten waren. Also nichts für den geneigten Leser, der natürlich sowieso alle Bosshannover-Platten im Regal stehen hat, aber als Erinnerung falls mal jemand ein Geschenk für Oma, Tante oder Schwester sucht…
Sam Irl & Dorian Concept - Untitled One | Bonzzaj (7″, Digital)
Dubby und deep kommt diese kleine Scheibe aus der Schweiz daher. Die B-Seite catched mich nicht, aber was Sam Irl macht hat mal wieder Hand und Fuß. Ich mag einfach diese enigmatische Art, die seinen Tracks anhaftet.
The Bamboos - Side Stepper | Tru Thoughts (2xLP, CD, Digital)
Ein Feature mit Ty, mit King of the Rodeo ein super Ohrwurm und mit Kylie Auldist noch mehr gesangliche Qualität aus dem Hause Tru Thoughts mit am Start. Kompetente Kritiken dazu gibts haufig im Netz. Runde Sache.
Timewarp Inc. - Groovy Booty | Timewarp Music (Digital)
Die nimmermüden Griechen haben wieder nachgelegt. Diesmal ein ganzes Album vom Chef persönlich. Das kommt gediegen funky und entspannt daher, steigert sich aber gelegentlich auch zu richtigen Tanzflächenschiebern (D’azour Cotaz). Wirklich gut.
Vanguardia Sonora feat. Totin Agosto - La Vida Buena | Amalgama (Digital)
Zwei Tracks eines wunderbaren Releases voll hochwertig und clubbig produzierter Rumba Sounds. Die ganze Scheibe (Totin Agosto’s Rumba Fusion) gibt es direkt bei Amalgama oder eben schonmal zum Teil bei Juno. Vielleicht folgt ja auch ein Vinyl, auf jeden Fall sollte man Amalgama spätestens mit diesem Release nicht mehr aus den Augen verlieren… Und wer’s bisher verpasst hat, sollte auch mal in Yellowtail reinhören.
BREAKBEAT
Asian Dub Foundation - Punkara | Naive France (CD)
Tendenziell immer ein bisschen zu laut und grenzlastig was das Genre angeht, aber ADB sind nunmal Musikgeschichte und somit sei das Album erwähnt.
Backdraft feat. The Ragga Twins - Rock The Mic | Passenger (12″)
Schönes, hartes Jump-up mit dancehall-MC-artigem Vibe! B-Seite arg.
Baymont Bross feat. Will Bestabsstar - Shit 4 You | Stepsine (12″)
Aggressive Beatline mit schnellem Hip-Hop Mc; Ivory charakter.
Butter Party - Flipperbaby | High Grade (12″)
Mit Butter meinen die wohl das, nach längerem anhören des Tracks, weicher werdende Gehirn. Gerade, dunkel und tief.
Decibelle - Can You Feel The Love | Decibelle Music (Digital)
Schlimmes Cover, doch nach einem passablem ersten Track kommt “Revolution feat. Keri Kel - The Rhythm Remix”, ein eingängiger Fetzer mit Raggae Klingkling und einer möglicherweise etwas kitschigen Vocalspur. Meiner Meinung nach hat das Ding Feuer.
Far Too Loud/Blastique - Screamer | Silo (Digital)
Ganz harte Nummer, aber für die Stunden am Zenit und darüber….
Great Scott - Bollygraph Test EP | Muti Music US (Digital)
Grenzlastig schreddelig produziertes Ding mit oldschool Charakter, irgendwie Garagensound, aber auch sympathisch, weiß selbst nicht so genau.
Hardy Hard/Lady Waks feat Afrika Bambaataa - Shake It | MENU (12″)
Flottes, hackendes Break mit funky Hits, gutes Füllerstück à la Creepshow.
Kraymon/Pimp - Who Wants Some? |En:Vision (Digital)
Pathetisch mit offensiven Synthiebläsern.
Son Of Kick feat Jaggae/Two Tokez - Bad Groove | Beats (12″)
Sehr melodischer Raggae-Breakz-Track, mehr Gesang als Rap.
DRUM AND BASS
Belladonnakillz - Hell Yeah | In Da Jungle (Digital)
In Da Jungle ist ein digital vertreibendes Label mit einem hohen Output diesen Monat, wobei ich nur sehr wenige akzeptable Tunes finden kann. Synthie, Indie-Gesang mit Georgels.
DJ Obese - Dubtown | Bulabeats (Digital)
Reggae-DnB, wobei der erste Track etwas zerknirscht rumhakt und das tolle, oft zerbrauchte Sample von BamBam hier fast schon lieblos dazuquetscht. B-Seite hingegen ein rootiger Jump-Up. Nett.
Lucky Soujahz - For Real | In Da Jungle (Digital)
Recht banaler, aber solider und funktionierender DnB Edit von Meelaz “non, non, non”.
Redeyes - Poetry In Motion EP 1 | Spearhead (2×12″)
Eigentliche fast schnöder Standardliquid, aber den ersten Track find ich doch sehr angenehm chillig und melodiös.
UK Apache vs. MC Spyder - Jungle Story | Easy Sativa (12″)
Naja, ne, wie oft benutz ich den Ausdruck Raegge-Jump-up-Beats? Anscheinend mag ich das. Wobei es beim zweiten Track ziemlich viel Wurst auf’s Brot gibt.
0 comments »
20. Oktober 2008 | Wanja
Mr Scruff@Enjoy Jazz
Diesen Wochenende sind wir nach Heidelberg aufgebrochen, um uns den legendären Mr.Scruff mal aus der Nähe anzuhören. Dieser hat im Rahmen des gut aufgestellten “Enjoy Jazz Festivals” ein fünfstündiges Dj Set angekündigt, dem wir mit gemischten Gefühlen entgegen traten, da die Wahrscheinlichkeit eines experimentellen Schwofelabends, unserer Meinung nach, recht hoch war.
Doch Scruffi wurde seinem Ruf als renomierten und innovativen Dj vollends gerecht und so bekam ich die dickste Set-Packung ever auf alle Rezeptoren und ich war vor
tanzen, Begeisterung und der massiven Anlage des Karlstorbahnhofs so euphorisiert,
dass ich ihm am liebsten seinen glatten Kopf geknutscht hätte.![]()
Die fabelhafte Stimmung der geschätzen 500 ausgelassenen Zappelhansel wurde durch die geschickt arrangierten, von dem gelernten Kunstverleger typisch infantil kreierten, Visuals perfekt abgerundet.
Zum Schluss muss ich natürlich noch erwähnen; wo bei Dunkelbunt die Gewürze und bei Dusty die Milch, so bei Scruff der Tee, den er, wie es sich gehört, organic in seinem Shop zum Kauf offeriert.
Also schüss liebe Leut, wer das verpasst hat sollte das lieber schleunigst aufholen, versuchen könnte man es in der gleichnamigen Festival Reihe am 1.11 mit DJ Krush oder besser am 14.11.2008 mit Roots Manuva und Dj Dsl, jazzigere Variante auf jedenfall erwähnenswert; Nicola Conte Trio am 31.10, oder doch Christian Prommer’s Drum Lesson am 9.10.2008…?!
2 comments »
« ante


